Zeitzeugen

Jan Philip Reemtsma, der Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, sagte einmal auf einer Tagung: „Zeitzeugen sind der natürliche Feind des Historikers“.

So wird Reemtsma zumindest im „Zeitzeugenbrief“ vom Januar 2014 zitiert (http://www.zeitzeugenboerse.de/_pdf/zzb_14/zzb_brief_1401.pdf). Und in Kontext: Wochenzeitung vom 8. Juli 2017 berichtet Oliver Stenzel unter der Überschrift „Die letzte Zeugen“ von einem Filmprojekt, das Stuttgarter SchülerInnen durchgeführt haben. Gestern hat mich der Film „Radio Rock Revolution“ auf Arte berührt und begeistert.

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Das Herzog-Magnus-Denkmal bei Obereisesheim

Am 29. Mai 2017 haben die Stadt Neckarsulm und der Historische Verein Heilbronn das sanierte und um eine Informationsstele ergänzte Denkmal für Herzog Magnus von Württemberg eingeweiht. Der Historische Verein ist Eigentümer des Denkmals; es steht am Ort der Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai 1622, in der der junge Herzog Magnus von Württemberg den Tod gefunden hat. Näheres zu Denkmal und zu der Informationsstele findet sich hier.

 

Flein 1514 oder 1517 – auf der Suche nach einem (verpassten?) Jubiläum

Viele Heimatforscher lieben es geradezu, nach runden Jahrestagen zu suchen, die Anlass für eine Jubiläumsfeier bieten könnten. Darüber war hier an dieser Stelle schon vielfach die Rede. Leider stoßen wir Historiker bei der Überprüfung solcher Jubiläumswünsche oft darauf, dass die historischen Daten nicht eindeutig sind – wie im Landkreis Heilbronn aktuell die 1250-Jahr-Feiern mehrerer Gemeinden und Städte, deren Ersterwähnungen auf Schenkungen zur Zeit König Pippins an das Kloster Lorsch zurückgehen (und deren Datierung nach Regierungsjahren Pippins strittig ist; aber vielleicht gibt das noch ein eigenes Thema im wieder auflebenden Blog).

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Der Untergang der „Titanic“

In der Nacht vom 14. auf den 15. April 2012 jährt sich der Untergang der Titanic zum 100. Mal. Das Thema wird im Moment von allen Medien gerne aufgegriffen. Aber auch in der Lokalgeschichte kann so ein Ereignis Eingang finden. Den folgenden  Text habe ich 1997 für das Gemmrigheimer Heimatbuch geschrieben:

Das Leben des Bäckers und Wirtes Fritz Zürn hat in Gemmrigheim viel Stoff für Erzählungen gegeben – Fritz Zürn wurde in den fünfziger Jahren als Überlebender des Untergangs der „Titanic“, der berühmtesten Schiffskatastrophe der Welt, gefeiert.

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Die schwierige Zukunft der Kultur-, Geschichts- und Heimatvereine (3)

Heute nachmittag wurde in der Ausschuss-Sitzung einmal mehr über die Zukunft des Vereins diskutiert; über den jährlichen Mitgliederschwund; die zunehmende  Überalterung; ich habe hier schon einmal darüber geschrieben. Aber es herrschte nicht nur Ratlosigkeit: Neue Ideen wurden erkennbar, eine Veränderung, Ergänzung der Angebote des Vereins überlegt, nicht nur Exkursionen und Vorträge.

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Kleine Schritte – die schwierige Zukunft der Kultur-, Geschichts- und Heimatvereine (2)

Es sind kleine Schritte, aber vielleicht wirken sie auf Dauer ja doch: Nachdem ich schon vor bald 5 Jahren (!) beim Historischen Verein Heilbronn über den Einsatz des Web 2.0 im Fach Geschichte referieren durfte (und ja, natürlich ist das Schnee von gestern, wenn man den Text dort nachliest!), macht der Verein jetzt die ersten Schritte mit Blog und Weiterleitung nach Facebook und Twitter.

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Die schwierige Zukunft der Kultur-, Geschichts- und Heimatvereine

Gerade habe ich den Fragebogen ausgefüllt, den einer der kulturhistorischen Vereine im Land in diesen Tagen an seine Mitglieder verschickt hat – „ein Verein, der wie andere auch, mit Problemen wie etwa ungenügendem Zustrom jüngerer Mitglieder, Rückgang der Mitgliederzahl, Schmälerung der Vereinsfinanzen und mit Problemen in der Außendarstellung zu kämpfen hat.“

So formuliert das Begleitschreiben die Situation in allen diesen Vereinen. Mit versandt wurde ein  „Positionspapier“, das mit den Worten beginnt: „Der Begriff Heimat hat wieder vermehrt Konjunktur“ […].

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Auf dem Weg zum Haus der Stadtgeschichte

„Viele sagen: Das alte Gebäude war schön. Ich sage: So ist die deutsche Geschichte nicht. Deutsche Geschichte ist nicht schön.“

Gorch Pieken (Militärhistorisches Museum Dresden, zit. n. Der Spiegel 27/2011, S. 106)

Seit die stadtgeschichtlichen Ausstellungen des Stadtarchivs Heilbronn geschlossen sind, sprechen mich immer wieder Menschen darauf an, wie denn die neue Ausstellung werden würde. „Ach Herr Wanner,“ heißt es dann, „die alte Ausstellung war halt so schön!“

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