Es sind für die Stadtgeschichte im engeren Sinn eher ungewöhliche Kontakte, die zwischen Heilbronn, der kleinen Großstadt am Neckar, und der amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. bestehen. Aber sie beschäftigen mich und meine KollegInnen ganz aktuell immer wieder, so in der vergangenen Woche bei der Vorbereitung einer kleinen Präsentation für eine Veranstaltung im Washingtoner Goethe-Institut.

Der Heilbronner Adolf Cluss, 1825 in Heilbronn geboren, in seiner Jugend revolutionär gesinnt und eng mit der kommunistischen Bewegung um Karl Marx und Friedrich Engels verbunden, wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zum wichtigsten Architekten in Washington D.C. Das war vor einigen Jahren Anlass für ein umfangreiches gemeinsames Projekt. Auch heute noch sind  wir immer wieder mit Aktualisierung und Ergänzungen der gemeinsamen Website beschäftigt.

Franklin School Washington D.C.; 2003

Franklin School Washington D.C.; 2003

Konkret geht es im Moment in Washington um das Schicksal der Franklin School, die Adolf Cluss 1865-1869 entworfen und gebaut hat. Das zentral in Downtown Washington gelegene Gebäude ist – äußerlich saniert – seit Jahren ohne Nutzung. Zuletzt war es Obdachlosen-Unterkunft.

In die Diskussion hat sich eine lokale Initiative eingeschaltet, zu der einige Cluss-Team-Mitglieder in Washington zählen. Sie möchten erreichen, dass die Franklin School wieder das wird, was sie einmal war: Eine Schule.

Wer also gerade in Washington ist und Zeit hat nächsten Dienstag – hier ist die Einladung ins Goethe-Institut:

http://www.goethe.de/ins/us/was/ver/en5687365v.htm

Ich wäre gerne dabei!