Warum ich schon wieder einige Zeit nichts geschrieben habe? Das Projekt „virtuelle Ausstellung“ hat mich in Atem gehalten – heute haben wir es hier in Heilbronn präsentiert. Es geht dabei darum, die Heilbronner Stadtgeschichte in Form eines Ausstellungskonzepts im Internet zu präsentieren – eine wirkliche virtuelle Ausstellung, wenn man so will, nicht nur ein Internetangebot, das Exponatfotos in irgendeiner Reihung aufführt und sich deshalb Ausstellung nennt.

Die Idee, im Internet tatsächlich ein Ausstellungskonzept umzusetzen, mit räumlicher Orientierung, Schauwänden und Vitrinen, freistehenden Exponaten und integrierten Multimediaeinheiten, entstand als Teil der Arbeit an der realen Neugestaltung der stadtgeschichtlichen Ausstellung im Stadtarchiv Heilbronn, und die virtuelle Ausstellung übersetzt die Elemente einer realen Ausstellung für das Medium Internet. Sie ist also die Realisierung museumsspezifischer Darstellungsweisen mit den Mitteln des Internet.

Bezugspunkt bleibt die geplante reale Ausstellung; an ihr orientieren sich Aufbau und Navigation – entsprechend dem Gehen durch eine Ausstellung und dem Stehenbleiben vor einer Ausstellungseinheit, vor einer räumlich-perspektivisch angeordneten „Bühne“, auf der ein Kapitel der historischen Erzählung inszeniert wird.

Diese Einheiten können über die 3-dimensionale Darstellung der Ausstellungsräume aufgesucht werden, aber auch über die Chronologie, die thematische Systematik, Stichwörter und Orte in der Stadt.

So also die Idee. Der Unterschied zur realen Ausstellung? Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, dass die reale Ausstellung am Tag der Eröffnung fertig ist, vorne kommen die Ehrengäste, hinten klappen die letzten Handwerker ihre Werkzeugkästen zu und schleichen sich durch  den Hinterausgang hinaus. Aber das stimmt ja nicht: Auch nach der Eröffnung fehlt noch vieles. So auch in der virtuellen Ausstellung, zumal das fließende Medium Internet das noch nicht ganz fertig Sein fördert. Wenn ein Buch gedruckt ist, ist das Projekt abgeschlossen. Man stellt das Buch in den Schrank, freut sich daran und ärgert sich über die Fehler, die sich wieder eingeschlichen haben. Aber das Projekt ist abgeschlossen.

Unser Internetprojekt ist wie viele andere Internetprojekte nicht abgeschlossen. An vielen Stellen fehlen noch Inhalte. Fehler werden noch korrigiert werden, Quellennachweise nachgetragen, Bilder ausgetauscht, Themen noch weiter vertieft. Das Projekt wird uns weiter begleiten auf dem Weg zur Realisierung der neuen Geschichtsausstellung und weiter wachsen.

Ach ja, und wo findet man das alles? Hier:

www.stadtgeschichte-heilbronn.de