„Ich habe keine Facebook-Seite. Ich twittere nicht.“

Das sagte der amerikanische Autor und Softwarespezialist Daniel Suarez („Daemon“) in einem Interview mit dem Kultur-Spiegel (Heft 7-2010, S. 17). Im Kontext des Zitats ging es um die Kontrolle über die eigenen Daten – ein Aspekt in Bezug auf die sozialen Netzwerke.

Der Satz von Daniel Suarez galt bislang auch für mich: Ich hatte keine Facebook-Seite. Ich habe nur mal probeweise getwittert. Das war zwar nicht up-to-date, aber es beginnt sich zu ändern.

Zunächst einmal aktuell: Unser Projekt Haus der Stadtgeschichte Heilbronn startet mit einer eigenen Facebook-Seite.

Auf professioneller Seite wird das Medium inzwischen so gepriesen, dass ein Test sinnvoll erscheint. Schließlich müssen wir vom Stadtarchiv aus eine Zeit der eingeschränkten Kommunikation überbrücken, solange wir – bis 28. Juli 2012 – auf einer schlecht zugänglichen Baustelle arbeiten müssen.

Eine Tagung der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg machte vor wenigen Wochen klar, dass das Marketing-Potential der sozialen Netzwerke im Kulturbereich sehr groß ist, und so schließen auch wir uns an. Mit offenem Ausgang…

(Privat werde ich zu Facebook wohl mein Null-Verhältnis weiter pflegen. Und Twitter? Diese Form der Kommunikation ist mir zu unstrukturiert, zu beliebig und in Relation zum Erkenntnisgewinn zu zeitaufwendig. Jedes Informationspäckchen wird gleich gewertet, und es bleibt dem „Follower“ nichts übrig, als alle Meldungen zumindest zu überfliegen, wahrzunehmen und dann selbst zu gewichten und womöglich einzuordnen. Dazu fehlt mir die Zeit, und es gibt für mich keinen Menschen, dessen Follwower ich sein wollte, um an dessen Lippen zu hängen.)