Virtuelle Ausstellung zur Heilbronner Stadtgeschichte

Warum ich schon wieder einige Zeit nichts geschrieben habe? Das Projekt „virtuelle Ausstellung“ hat mich in Atem gehalten – heute haben wir es hier in Heilbronn präsentiert. Es geht dabei darum, die Heilbronner Stadtgeschichte in Form eines Ausstellungskonzepts im Internet zu präsentieren – eine wirkliche virtuelle Ausstellung, wenn man so will, nicht nur ein Internetangebot, das Exponatfotos in irgendeiner Reihung aufführt und sich deshalb Ausstellung nennt.

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In eigener Sache

Letztes Wochenende wurde dieser Blog von den Schweizer Kollegen von histnet.ch zum „Geschichtsweblog des Monats März 2010“ erklärt – super, danke! Aber die Initatoren verbinden damit ja nicht nur eine Würdigung (und das Bekanntermachen) der jeweiligen Aktivitäten, sondern formulieren auch Kritik und ein kleines „Pflichtenheft“. In meinem Fall auf einen Nenner gebracht: Mehr Web 2.0!

Ich werde mich bemühen, wenngleich ich gestehen muss: Manchen Elementen von Web 2.0 stehe ich doch skeptisch gegenüber. Aber das muss an dieser Stelle bei anderer Gelegenheit weiter expliziert werden. Und meine Frequenz ist auch immer wieder verbesserungswürdig. Es soll mir Ansporn sein!

Ein Lob der Regelmäßigkeit – Podcasts (Quellen und Medien der Lokalgeschichte 2)

Ich weiß: In den Medien der Web 2.0-Welt zählt vor allem die Kontinuität. Und die kollidiert durchaus mit dem Alltag, dem beruflichen wie dem privaten. So war es auch mit meinem Experiment, eine lokalhistorische Quelle in Form eines „Podcasts“ zu präsentieren, das ich vor gut 2 Jahren am dieser Stelle gestartet habe und das dann liegen bleiben musste.

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Stadtgeschichte transatlantisch

Es sind für die Stadtgeschichte im engeren Sinn eher ungewöhliche Kontakte, die zwischen Heilbronn, der kleinen Großstadt am Neckar, und der amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. bestehen. Aber sie beschäftigen mich und meine KollegInnen ganz aktuell immer wieder, so in der vergangenen Woche bei der Vorbereitung einer kleinen Präsentation für eine Veranstaltung im Washingtoner Goethe-Institut.

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Forum Stadtgeschichte – der Heilbronner Pferdemarkt oder „Where are the horses?“

In der vergangenen Woche startete die mittlerweile 4. Serie der Reihe „Forum Stadtgeschichte“ in der VHS Heilbronn. Das Konzept der Veranstaltung besteht darin, aktuelle Ereignisse in der Stadt und ihrer Umgebung zum Anlass historischer Erkundung zu nehmen. Das Konzept hat sich bewährt – auch nach inzwischen 18 Abenden gehen die Themen nicht aus.

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Heilbronn im Schnee

Heute nacht hat es 15 cm geschneit, und es schneit weiter. Anfang März. Was hat das mit Lokalgeschichte zu tun?

Am Montag werden bundesweit die Lokalzeitungen wieder historische Vergleiche anstellen: Das gab es nicht mehr seit 1981, nicht mehr seit 1963, nicht mehr seit Menschengedenken oder wie die personalisierten historischen Zeitkategorien lauten mögen.

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Heimat.com

Das ist nicht die URL eines empfehlenswerten Internet-Angebots zum Thema Heimat, Lokalgeschichte, Heimatgeschichte (es gibt unter dieser Adresse nur eine inhaltsleere Stellvertreterseite eines Domainreservierers).  Es ist vielmehr der Titel eines Theaterstücks von Holger Schober, einem jungen Dramatiker aus Österreich. Heimat.com wurde vor sechs Wochen in den Kammerspielen des Theaters Heilbronn uraufgeführt, und ich habe mir das beeindruckende Stück gestern abend angesehen.

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Quellen und Medien der Lokalgeschichte (1)

Die Arbeit als Stadt- oder Lokalhistoriker wird weniger durch die historische Forschung als durch die Vermittlung von Geschichte bestimmt. Unter der Perspektive der Vermittlung rückt der mediale Aspekt der historischen Quelle in den Vordergrund – im Sinne der klassischen Quellendefinition als „alle Texte, Gegenstände oder Tatsachen, aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen werden kann“ (Paul Kirn zit. n. Ahasver von Brandt, Werkzeug des Historikers).

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„Kaufland reißt gelbe Villa an der Badstraße ab“

So überschreibt die Heilbronner Stimme heute einen Artikel, und fügt im Untertitel hinzu: „Bürger sind empört“ (HST vom 15.02.2010).

Es geht hier um ein Thema, mit dem der Lokalhistoriker oft konfrontiert wird. Ein Thema, bei dem er gerne zwischen die Fronten gerät: Auf der einen Seite die kühlen Wirtschaftslogiker, auf Effektivität und Profitmaximierung bedacht (im aktuellen Heilbronner Fall noch dadurch verkompliziert, dass hinter dem abreißenden Unternehmen der Heilbronner Ehrenbürger und Bildungsmäzen Dieter Schwarz steht), auf der anderen Seite engagierte Bürger, denen beim Anblick eines schönen Hauses aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg das Herz aufgeht (noch präziser ausgedrückt: Beim Anblick eines Hauses, dessen Gestaltung noch nicht der kühlen Bauhaus-Ästhetik folgt).

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Im Smithsonian

spielt der Film, der in dieser Woche auch in Heilbronn angelaufen ist, “Nachts im Museum 2″. Das wollte ich mir dann doch genauer ansehen.

Die Heilbronner Stimme schrieb: Das Smithsonian ist das größte Museum der Welt. Knapp vorbei ist halt auch daneben – der größte Museumskomplex der Welt verteilt sich auf 19 Einzelmuseen, etliche davon entlang der National Mall in Washinbgton D.C., auf einer Entfernung von mehreren Kilometern. Mit diesen Entfernungen geht auch der Film sehr frei um, aber immerhin spielt das alte Smithsonian Castle die Hauptrolle, und durch manche der unterirdischen Flure bin ich schon gestiefelt. Natürlich wissen wir Clussies es besser!

Und der Übersetzerlapsus “Archiv” statt “Magazin” oder „Depot“ für das englische Wort “storage”! Grausig. Trotzdem hat uns der Film Freude gemacht…